Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung: Suchintention und Co.

Die Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO, spielt im Online-Marketing eine wichtige Rolle. Damit die eigene Internetseite möglichst perfekt auf die Anforderungen der unterschiedlichen Suchmaschinen abzustimmen ist, sollten die Grundlagen von Google und Co. bekannt sein. Wie funktioniert eine Suchmaschine überhaupt? Welche Rolle spielen Suchintention und Nutzerintention? Und nach welchen Faktoren bewertet Google die eigene Webseite? Wir geben Antworten.

Die Suchintention: Wichtige Basis der SEO

Suchanfragen spielen im Internet eine wichtige Rolle. Jeder Nutzer führt durchschnittlich 3,4 Suchanfragen pro Tag durch. Wenn wir Google nutzen, dann allerdings nicht ohne Grund. Wir haben eine Idee im Kopf beziehungsweise eine Erwartungshaltung, die zu erfüllen ist. Bei diesem Ziel handelt es sich um die Suchintention. Meist suchen wir nach Informationen oder speziellen Handlungsmöglichkeiten. Damit der Nutzer bestmöglich befriedigt wird, sollten die Inhalte auf der Webseite auf diese Suchintention ausgerichtet sein. Nur dann lassen sich positive Nutzererfahrungen erzielen, der Traffic, also die Besucherzahlen, erhöhen, die Anzahl an Leads steigern und entsprechend das Ranking verbessern. Um die perfekte Suchmaschinenoptimierung durchzuführen, sollte die Suchintention der Nutzer also bekannt sein.

Nutzerintention und Suchintention sind unterschiedlich

Die Suchintention ist nicht mit der Nutzerintention zu verwechseln, auch wenn es häufig als Synonym verwendet wird. Denn die Nutzerintention fällt meist viel umfassender aus. Es handelt sich um ein komplexes Ziel, das aus mehreren Suchintentionen besteht. Beispiel: Wenn Sie einen neuen Fernseher kaufen möchten, dann handelt es sich um die Nutzerintention. Bevor Sie allerdings ein TV-Gerät kaufen, informieren Sie sich im Internet über die unterschiedlichen Möglichkeiten, Angebote und den aktuellsten Stand der Technik. Dabei handelt es sich um die Suchintentionen. Eine Suchintention ist meist nur ein Puzzleteil der Nutzerintention.

Die verschiedenen Arten von Keywords bei Google

Die Auswahl der passenden Keywords ist eng mit der Suchintention verbunden. Aus diesem Grund unterscheidet Google zwischen drei Arten von Keywords: den Know Keywords, den Do Keywords und den Go Keywords, neuerdings auch als „Visit Website“ bezeichnet. Meist ist auch von den transaktionsorientierten, den navigationsorientierten und den informationsorientierten Schlüsselwörtern die Rede. Auch innerhalb dieser Kategorien gibt es weitere Abstufungen. Die Commercial Keywords gehören zwar zu den transaktionsorientierten Schlüsselwörtern, also den Do Keywords, beinhalten jedoch eine klare Kaufabsicht. Beispiel: Fernseher kaufen. Bei den Brand Keywords handelt es sich um ähnliche Suchintentionen, allerdings ist immer eine Marke enthalten. Beispiel: Samsung TV kaufen. Im Grunde genommen ist es jedoch ausreichend, die drei Hauptarten der Keywords zu kennen.

Wie funktionieren Google und Co. eigentlich?

Um die Suchmaschinenoptimierung bestmöglich durchzuführen, sollten Sie die Funktionsweise der wichtigsten Suchmaschine kennen. Mit einem Marktanteil von 89 Prozent ist Google der bekannteste Anbieter – und wohl auch der Beste. Im Grunde genommen handelt es sich um eine hochmoderne Software, die auf komplexen Algorithmen beruht. Andere Suchmaschinen arbeiten nach ähnlichen Schemen, sodass SEO-Experten die Inhalte grundsätzlich für alle Anbieter optimieren können. Damit eine Internetseite in den Suchergebnissen, den sogenannten SERPs, angezeigt wird, muss zunächst das Crawling stattfinden. Dabei werden alle URLs der Internetseite identifiziert. Sofern es nicht um eine neue Webseite handelt und schon einmal ein Crawling stattgefunden hat, werden alle bestehenden Adressen auf mögliche Veränderungen überprüft. Dies geschieht mit Hilfe von Robotern, auch Bots genannt. Anschließend wird die Indexierung durchgeführt. Alle Inhalte der Internetseite werden zum Suchmaschinen-Index hinzugefügt, der eine schnellere Auffindbarkeit der relevanten Seiten ermöglicht. Im dritten Schritt wird das Ranking vorgenommen. Anhand verschiedener Faktoren werden alle Seiten in Hinblick auf die Suchanfragen nach Relevanz sortiert. Sobald ein Nutzer nun seine Suchanfrage eingibt, werden die Webseiten entsprechend des Rankings in den SERPs dargestellt.

Wie werden die Suchergebnisse bei Google dargestellt?

Vor einigen Jahren wurden die organischen Suchergebnisse entsprechend des Rankings auf der Ergebnisseite, kurz SERP, dargestellt. Durchschnittlich zehn Ergebnisse waren damals pro SERP zu finden. Heute ist das alles anders. Google hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Nutzer auch ohne das Anklicken eines Ergebnisses zufrieden zu stellen. Im oberen Teil der Suchergebnisse sind daher oftmals die sogenannten ‚Universal Search Ergebnisse‘ zu finden, welche die Suchintention der Nutzer bereits beantworten sollen. Dabei handelt es sich beispielsweise um die Schlagzeilen der relevanten News, Ergebnisse aus Google Maps oder die Vorschläge für ähnliche Suchanfragen. Weiterhin werden die organischen Suchergebnisse durch die Anzeige von Werbung minimiert. Dabei wird zwischen zwei Arten unterschieden: Die Produkt-Shopping-Ads zeigen passende Produkte verschiedener Anbieter, während die Textanzeige einem klassischen Suchergebnis gleichkommt. Die Anzahl der organischen Suchergebnisse pro SERP hat aus diesem Grund in den letzten Jahren stetig abgenommen. Daher ist es besonders wichtig, das Ranking mit Hilfe der Suchmaschinenoptimierung zu verbessern, um möglichst weit oben angezeigt zu werden.

Welche Faktoren spielen bei der Bewertung eine Rolle?

Um das Ranking der eigenen Webseite zu verbessern, sind mehrere Faktoren zu beachten. Google bewertet die Internetseiten anhand verschiedener Punkte. Bei den serverseitigen Parametern spielen beispielsweise Domainname, Standort des Hostings oder mögliche Umleitungen eine Rolle. Für das Onpage SEO ist die Gestaltung der Webseite sowie der Content relevant, wohingegen beim Offpage SEO die Themenkategorie oder die Linkpopularität, also Anzahl und Qualität der Backlinks, entscheidend sind. Die nutzerseitigen Parameter, also etwa der Browser-Verlauf, spielen in Hinblick auf das Ranking kaum eine Rolle. Sie lassen sich vom Webseitenbetreiber auch nicht verändern und optimieren. Insgesamt werden bei der Bewertung der Internetseiten mehr als 200 Faktoren berücksichtigt, wobei die Suchmaschinen die genauen Punkte sowie deren Gewichtung nicht verraten. Außerdem wird der Algorithmus ständig angepasst und optimiert, sodass ein Faktor, der heute das Ranking verbessert, schon morgen irrelevant sein kann. Dennoch gibt es einige Punkte, die bei der Suchmaschinenoptimierung zu berücksichtigen sind. Die wichtigsten Faktoren möchten wir Ihnen erklären:

Fazit: Die Grundlagen der Suchmaschinen helfen...

In Hinblick auf die Suchmaschinenoptimierung ist es wichtig, die Grundlagen und Arbeitsweisen der Suchmaschinen zu kennen. Dabei sollten Sie sich auch Gedanken über die Such- beziehungsweise Nutzerintention machen, um Keywords und Inhalte perfekt an die Bedürfnisse der Nutzer anzupassen. Gemeinsam mit den übrigen Faktoren, die beim SEO zu berücksichtigen sind, erzielen Sie künftig gute Ergebnisse.

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